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CDU lädt zum ersten politische Frühstück in 2014

„Wie viel Prozent der Bevölkerung wohnt auf dem Land und wie viel in der Stadt?“ diese Frage stellte Christina Schulze Föcking den zahlreichen Zuhörern beim ersten politischen Frühstück der CDU in Mettingen. Bei der Antwort gucken die gut 60 Anwesenden im Gastzimmer der Gaststätte Sültemeyer-Lampe im Herzen von Mettingen nicht schlecht. 60 Prozent der Menschen in Deutschland wohnen auf dem Land und eben halt nur 40 Prozent in den Ballungszentren der Städte.

„Daher ist das aktuelle Verhalten der Rot-Grünen-Landesregierung bei den Schlüsselzuweisungen eine Frechheit für die Gemeinden so wie Mettingen“, sagte die CDU Landtagsabgeordnete. Auch den Anwesenden, gerade aus dem Bereich des landwirtschaftlichen Ortsvereins Mettingen, der Landfrauen und des Landvolkes, ist die finanzielle Auszehrung des ländlichen Raums zugunsten der Kommunen des Ruhrgebietes ein Dorn im Auge. Der vom demographischen Wandel bereits jetzt stark heimgesuchte Tüöttengemeinde stehen heute weniger Gelder zu, als noch in Zeiten der Landesregierung unter Schwarz-Gelb. Die Gemeinde Mettingen, deren Einwohnerzahl in den vergangenen Jahren immer weiter absang und mittlerweile auf 11 948 Bürgen gesunken ist, wird finanziell bestraft, weil sie kaum Hartz IV Bürger hat. Die Gemeinden, die ihre Arbeit gut und richtig machen, bekommen keine Zuwendungen mehr und werden so in das finanzielle Abseits katapultiert.

Die Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion für Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Ländliche Räume gab eine kompetente Ausführung zur Entwicklung des ländlichen Raumes. „Die Umsetzung der gemeinsamen europäischen Agrarpolitik wird auch über die zukünftige Ausrichtung der deutschen Landwirtschaft entschieden“, so die Vorsitzende des CDU Kreisverbandes Steinfurt. Die „nachhaltigere“ Landwirtschaft mit artgerechter Tierhaltung sei das Zukunftsmodell. Schulze Föcking stellte die konkreten Forderungen der CDU in den Bereichen Agrarsubventionen, Pflanzenbau, Tierhaltung, Tierschutz, Gentechnik und Vermarktung dar. Dabei stellte sich die gelernte Landwirtin den Fragen der Anwesenden zu Themen wie Windenergie, Abluftverordnung in der Schweinehaltung, tiergerechte Ställe und den Ausbau von landwirtschaftlichen Wegen. Die Fachfrau gab den Mettingern eine kompetente Ausführung zur Entwicklung des ländlichen Raumes und zeigte die Zukunftsperspektiven in der Landwirtschaft vor Ort auf. An vielen Stellen wurde deutlich, dass die Politiker mit den Landwirten ins Gespräch kommen sollten, wenn sie die Heimat lebens- und liebenswert erhalten wollen. Da gilt die Parole miteinander reden statt übereinander reden.

Anschließend berichtete Schulze Föcking über die Änderungsanträge der CDU zum Landeshaushalt in NWR für das Jahr 2014. An einigen Beispielen erläuterte die 37-Jährige die unangemessenen Ausgaben der Landesregierung. Nach Forderung der CDU Landesregierung ergibt sich ein Einsparvolumen von knapp 900 Millionen Euro. Somit könnte eine Neuverschuldung des Landes von 2,4 auf 1,5 Milliarden Euro senken werden. Die Gesamtauswirkung des Sanierungskonzeptes beläuft sich bis 2020 auf 10 Milliarden Euro.

„Wir wollen den Ärztemangel im ländlichen Raum in den Griff bekommen“ erläuterte die Politikerin die dramatische Entwicklung im Bereich der Gesundheitspolitik.

Immer wieder spielten sich die Landtagsabgeordnete und Ansgar Nospickel, der sich um das Bürgermeisteramt in Mettingen bewirbt, thematisch die Bälle zu. Der Bürgermeisterkandidat habe einmal mehr bewiesen, dass er sich zu Recht, um das Amt des Bürgermeisters bewerbe, so Schulze Föcking.

Der Vorsitzende der CDU Mettingen August Böwer dankte Christina Schulze Föcking für ihren Besuch und den Einblick in die Landwirtschafts- und Landespolitik, beim sehr gut besuchten politischen Frühstück der CDU und kündigte für Februar das zweite politische Frühstück – wieder zu einem für Mettingen aktuellen Thema – an.

Abschließend sagte die Landesvorsitzende des Agrarausschusses NRW: „Die Diskussion hat mir sehr viel Spaß gemacht!“

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