CDU pocht auf mehr Wohnraum – Klausurtagung der Ratsfraktion

IVZ vom 18.04.2019
Ratsvertreter und sachkundige Bürger der CDU haben sich nun zur Strategieklausurtagung im emsländischen Haselünne getroffen. Dabei ging es laut Pressemitteilung um folgende Themen.

Klausur
Foto: privat

Die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum für alle Altersgruppen stehe „ganz oben auf der Prioritätenliste”.
Die zwölf Bauplätze am Wellenweg seien zwar ein guter Anfang, reichten aber bei Weitem nicht aus. Unter anderem durch die Expansion von Coppenrath & Wiese werde weiterer Wohnraum benötigt.
Die CDU meint: Das Nachnutzungskonzept für das Areal des alten Jugendhauses an der Ibbenbürener Straße hätte von der Rathausspitze mit einer „deutlich höheren Priorität” entwickelt werden müssen. Dass die Bürgermeisterin nun mit der Ibbenbürener Baugenossenschaft Gespräche führe, um dort bis 2020 sozial geförderten Wohnungsbau entstehen zu lassen, unterstütze man ausdrücklich.
Mit Blick auf unterschiedliche Wohnbedürfnisse müsse zukünftig auf das von der CDU eingebrachte Projekt „Junge Leute kaufen alte Häuser” gesetzt werden. Auch gelte es, alternative und innovativer Wohnformen, insbesondere für Senioren, zu entwickeln.

„Mit Sorge” betrachte die CDU Kostenüberschreitungen bei Projekten der Gemeinde.
Ein Beispiel sei die jüngst im Bauausschuss vorgestellte Planung der Hallenerweiterung: „Sehr verwundert” äußern sich die Christdemokraten darüber, „wie selbstverständlich schon in der Planungsphase Kostenüberschreitungen von mehreren Hunderttausend Euro seitens der Verwaltungsspitze hingenommen werden”.

Nach der Erschließung der letzten Fläche des Gewerbegebietes Brookstraße werden nur noch wenige erschlossene Gewerbegrundstücke zur Verfügung stehen, warnt die CDU-Fraktion. Daher werde man für die Sitzung des Wirtschaftsförderungsausschusses am 8. Mai einen Statusbericht zu noch vorhandenen Gewerbeflächen und Planungsschritte für eine rechtzeitige Erweiterung solcher Flächen beantragen.

Die Ablehnung der Familien- und Seniorenkarte durch SPD und Grüne im Vorjahr war  ebenfalls Thema: Enttäuscht sei man vor allem von der SPD, denn dem vollmundig als Alternative angekündigten Drei-Säulen-Modell fehlten bislang konkrete Vorschläge. Beim Thema Umwelt setze die CDU auf Dialog. In einem stark von der Landwirtschaft geprägten Ort sei es „beschämend, wenn im Ratssaal wiederholt unsere Landwirte allgemein kriminalisiert werden”. Mit der Anlegung von Blühstreifen auf Gemeindeflächen und Äckern gebe es sichtbare Fortschritte. „Die CDU sieht für die Zukunft vermehrt private Hauseigentümer in der Pflicht, ebenfalls auf Artenvielfalt zu setzen.” Dazu schlägt die Fraktion eine öffentliche Bürgerinformation mit einem Experten vor.

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