CDU beantragt Konzept zur Nachnutzung der Marienschule

Von: Oliver Langemeyer / Quelle: Ibbenbürener Volkszeitung

Was soll aus Gebäude und Gelände der Marienschule in Schlickelde werden? Die CDU hat in der jüngsten Ratssitzung einen Antrag gestellt, in dem sie Bürgermeisterin und Verwaltung auffordert, dazu ein Konzept zu entwickeln. Eine Liste mit Vorschlägen lieferte die CDU gleich mit.

Link: Antrag Konzept Marienschule

Die Mettinger CDU-Fraktion hat am Mittwochabend während der Ratssitzung einen umfangreichen Antrag zur Nachnutzung der Schlickelder Marienschule eingebracht. Darin fordert die Union Bürgermeisterin und Verwaltung auf, ein Nachfolgekonzept für die Liegenschaft ab 2017 zu entwickeln.

Eine Liste mit Vorschlägen zur weiteren Nutzung des Gebäudes liefert die CDU direkt mit. Die dort aufgeführten Möglichkeiten reichen von einer Bildungseinrichtung über Handwerk und Gewerbe bis hin zur Wohnbebauung. Diese Liste könne sicherlich um weitere Vorschläge ergänzt werden, heißt es in dem vom Fraktionsvorsitzenden Christian Völler sowie von den Ratsmitgliedern Dieter Beckemeyer und Ernst Böwer unterzeichneten Antrag.

Die Grundschule ist Teilstandort der Ludgeri-Schule. Da in Schlickelde seit dem Sommer nicht mehr eingeschult wird, ist der Standort im sogenannten Auslaufbetrieb. Mit Ende des Schuljahres 2017 soll die Schule geschlossen werden. In ihrem Antrag betont die CDU, dass es ihr nicht nur darum geht, was künftig mit dem Gebäude passiert. „Vielmehr ist die CDU Mettingen im Sinne der Schlickelder Bürger daran interessiert, konzeptionelle Lösungen anzubieten, die zu einer Steigerung der Attraktivität dieses Ortsteils beitragen können“, schreibt die Ortsunion.

Es dürften nicht allein wirtschaftliche Interessen im Vordergrund stehen. Der Verkauf des Gebäudes ist daher aus CDU-Sicht nur die letzte, weil schlechteste aller Möglichkeiten. Vielmehr könnte sich die Union ein überörtliches Bildungsangebot von freien Trägern oder Bildungsinitiativen wie Montessori oder Waldorf in Schlickelde vorstellen. Ferner könne man die Immobile vielleicht als Teilstandort der Grüterschule in Rheine nutzen. Denn der jetzige Standort in der Barbara-Schule in Mettingen sei stark renovierungsbedürftig. So bestehe die Chance, das gute Bildungsangebot der Schule mit dem Förderschwerpunkt Lernen ohne größere Investitionen zu erhalten.

Angesichts der angespannten Kindergartensituation sollte sich die Gemeinde zudem Gedanken machen, ob die Marienschule als Standort für eine Kindertagesstätte infrage komme. Ferner könnte die Liegenschaft zum Handwerkerpark, Technologiezentrum oder Call Center werden. Für eine gewerbliche Nutzung regt die Union einen Ideenwettbewerb an. Schließlich sei zu prüfen, welche Voraussetzungen zu erfüllen sind, um auf dem Gelände Wohnungen bauen zu können, schreibt die CDU weiter. Neben den klassischen Einfamilienhäusern sei ebenfalls eine alternative Wohnbebauung im Bestand als Mehrgenerationenhaus oder Seniorenresidenz denkbar.

Inhaltlich unterstütze er den Antrag absolut, betonte Thorsten Laske, Fraktionsvorsitzender der SPD. Auch die Einbeziehung der Schlickelder halte er in dieser Frage für enorm wichtig. Aus seiner Sicht sei die Vorgehensweise jedoch etwas unglücklich. „Man sollte erst die Optionen für eine Nachnutzung prüfen und sehen, was realistisch ist, bevor man an die Öffentlichkeit geht“, sagte Laske. Auch die SPD habe schon über verschiedene Perspektiven beraten. „Die Optionen müssen aber funktionieren“, erklärte der SPD-Fraktionschef.

Die Gemeinde müsse sich strategisch mit Schlickelde beschäftigen, sagte Christian Völler (CDU). Es gehe vornehmlich um die Entwicklung eines Ortsteils. Über den Antrag wird im Fachausschuss weiter berasten.

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