Pressebericht der CDU-Fraktion Mettingen

Pressebericht der CDU-Fraktion Mettingen Zur letzten Gemeinderatssitzung vom 06.05.2020
CDU schlägt Familien-Förderung für Homeschooling Ausstattung vor

Die CDU-Fraktion hat sich in einer Nachbetrachtung noch einmal mit den Ergebnissender letzten Ratssitzung beschäftigt, in der man sich intensiv mit den Veränderungen durch die Corona-Pandemie auseinander gesetzthat.In einer Nachbetrachtung nimmt die CDUwie folgt dazu Stellung:

Die Bürgermeisterin, Christian Rählmann, und der Kämmerer der Gemeinde, Werner Boberg, erläutertenüberzeugend, dassdie Corona-Kontaktsperre zwar auch viele Veränderungen für Mettingen mitbrächte. Jedoch finanziell ist die Gemeinde so gut aufgestellt, dassaußerplanmäßige Ausgaben wie die Kostensteigerung der Einfachsporthalle oder der Straßenausbau Querenbergstraßeauch ohne Fördermittel für die Gemeinde keine Probleme für die Gemeindefinanzen brächten. Insbesondere die Branchenstruktur der Mettinger Gewerbelandschaft zeigt sich auch in Zeiten von Corona sehr stabil.

Einig waren sich auch alle Ratsparteien, dassder Ausbau des Breitbands im Außenbereich oberste Priorität haben muss. So wurde seitens der Parlamentarierbemängelt, dassman zwar seinerzeit eine der ersten Gemeinden war, die aus Berlin die Förderbewilligung erhalten hatte. Aber in der Umsetzung hinkt man nun vielen Nachbargemeinden hinterher. Und in Corona-Zeiten,wo Home-Office und Homeschooling vermutlichnoch eine ganze Weile andauern wird, tritt dieser Mangel noch offensichtlicher hervor. Hier besteht dringender Handlungsbedarf!

Und die CDU-Fraktion ging hier sogar noch einen Schritt weiter: Aus Sicht der Christdemokraten ist nicht alleindie Breitbandversorgung ein kritischer Erfolgsfaktor des Homeschoolings. Insbesondere die technische online-Ausstattung der Schüler zu Hause ist existenziell wichtig und muss unter dem Gesichtspunkt der Chancengleichheit bei Bildungganz besonders betrachtet werden. So ist in Anbetracht einer soliden Kassenlage die Verwaltungdringendaufgefordert, die technische Ausstattung der Schüler zu evaluieren und ggfs. Hilfestellung bei der Ausstattungmit entsprechender Online-Technikzu leisten. Wie die Bürgermeisterinin der Sitzung bestätigt,hatten dieSchulen die technische Ausstattung der Schüler bereits vor einigen Wochen abgefragt. Diese Ergebnisse lagen bedauerlicherweisezur Ratssitzung nicht vor. Zwar sollen finanziell schwächer gestellteFamilien bei der Anschaffung technischen Equipments mit 150,-€ pro Kind unterstützt werden, ausMittelndesBundesministeriumsfür Forschung und Bildung. Diese Summe reicht vermutlich alleine nicht aus, um ein taugliches Endgerät zu erwerben. Neben direkter finanzieller Unterstützung kann sich die CDU auch Modelle aus einem intelligenten Mix aus Sponsoringlösungenoder Leihgräten vorstellen.Hier Bedarf es jetzt aber dringend entsprechender Vorarbeit.

Zudem sind insbesondere kinderreiche Familien in denFokus der CDU-Initiativezu nehmen: Kinderreiche Familien verfügen in der Regel nicht über mehreremoderne Geräte. Aber im Sinne einer strukturierten Arbeitssituation der Kinder und einer angemessenenAusstattung müsse in Zeiten von Corona auch eine Mehrfachausstattung verfügbar sein. Anders können die Kinder ihre Homeschoolingtätigkeiten nur nacheinander, in viel zu kleinen Zeitfenstern erledigen. Dies führe zu einer echten Benachteiligungdieser Kinder.

So erwartetdie CDU von der Verwaltung, sich dringend mit den Schulen und deren Schulsozialarbeitern vor Ort in Verbindung zu setzen, die Bedarfe zu ermittelnund entsprechende Lösungen bis zur Ratssitzung im Juni vorzuschlagen, um so einerBildungsungerechtigkeitin Mettingenentgegenzuwirken. Aus Sicht der CDU wäre dies eine sinnvolle Maßnahme, um genau die bedürftigen Familien der Schülerinnen und Schülerzu erreichen.

Diese Maßnahme passe sehr gut in die grundsätzliche Marschroute der CDU, innerhalb Mettingens die Bedürftigkeit zu sehen und die Bürger in den unsicheren Zeiten an der stabilen Entwicklung der MettingerFinanzen zu beteiligen.

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