Ärztemangel in Mettingen

Minister Karl- Josef Laumann zu einem brennenden Thema

In NRW sind zweidrittel aller Ärzte in den Dörfern und kleineren Gemeinden älter als 60 Jahre!  Und es fehlt an Nachfolgern! Als Mettinger Bürger fühlt man sich sofort angesprochen, gehört doch diese Situation in den letzten Jahre auch zum Mettinger Alltag. Die Gründe sind vielfältig und die Ursachen nicht einfach abzustellen. Das sagte Karl Josef Laumann, Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW vor Mettinger Bürgern anlässlich einer  öffentlichen Informationsveranstaltung der CDU. Diese fatale Situation geht eindeutig auf die Politik der vergangenen Jahrzehnte zurück. Es gäbe nicht zu wenig Ärzte, diese seien aber ungleichmäßig über Stadt, Land und Krankenhäuser verteilt. Es fehlt an Hausärzten vor Ort!

Laumann will deshalb mit verschiedenen Maßnahmen die Situation verbessern und über Anreizsysteme dafür sorgen, dass Studierende bevorzugt werden, wenn sie Bereitschaft zeigen, nach dem Medizinstudium als Hausärzte im ländlichen Raum zu arbeiten. Oder aber erfahrene Krankenhausärzte motivieren, die letzten 10 Jahre ihres Berufsleben als Hausarzt auf dem Lande tätig zu sein. Das gehe nicht von heute auf morgen, da auch in diesem Fall eine umfangreiche Weiterbildung notwendig ist. Auch wurden 1500 Ärzte aus dem Ausland nach Deutschland geholt und die seit Jahren konstante Zahl der Studienplätze erhöht.

Drei Medizin- Studentinnen famulierten in Mettinger Arztpraxen. Dies ist ein interessanter Weg, schon während des Studiums praktische Einblicke in die hausärztliche Arbeit auf dem Lande zu bekommen. Für den CDU-Minister ist aber eines völlig klar: die Dörfer und die dort lebenden Menschen brauchen ihren Hausarzt und dieser muss sich auch um medizinischen Belange der älteren Menschen in den Pflegeeinrichtungen vor Ort kümmern.

Ein zweites Thema liegt Laumann ebenfalls am Herzen: die Pflegesituation älterer Mitbürger. Demografisch bedingt benötigen wir jährlich 2-3 % Pflegepersonal zusätzlich. Das können die Pflegeschulen alleine gar nicht leisten. Wir sind in diesem Berufsfeld auf Kräfte aus dem Ausland angewiesen. Hier gilt es, die Anerkennung von ausländischen Schul- und  Ausbildungsabschlüssen zu beschleunigen. „Da sind 6 Monate einfach zu lang“, sagte der Minister! Aber es muss im Pflegedienst auch die Qualität gewährleistet werden.

Ein weiteres Problem ist das Drücken der Löhne im Pflegebereich. Hier fordert der Laumann einen allgemein verbindlichen Tarif, an den private und öffentliche Einrichtungen gebunden sind.  sagte der Minister. Auch das Image des Pflegeberufes muss verbessert werden, dies könnte über eigene Berufsvertretungen auf Landes- und Bundesebene erreicht werden. Nach dem Vortrag des Ministers war ausreichend Gelegenheit zur Diskussion. Dieses Angebot wurde von den anwesenden Ärzten und in der Pflege tätigen Mettingern gerne genutzt. Viele der Ansätze zur Verbesserung der jetzigen Situation trafen genau zu. Es wurde deutlich darauf hingewiesen, dass die Befrachtung der täglichen Arbeit mit Bürokratie zurück gefahren werden muss, damit mehr Zeit für die Betreuung der Menschen zur Verfügung steht. Wir von der Mettinger CDU wollen mit diesem Thema auf die prekäre Situation aufmerksam machen und damit zur Lösung beitragen. Für eine gute Zukunft in Mettingen!

Als PDF:  CDU Mettingen Laumann Ärztemangel

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