Monatsarchive: Mai 2019

CDU Antrag zur Einführung einer „Windel- und Pflegetonne“

Ein Schwerpunktthema im beschlossenen Gemeindeentwicklungskonzept ist, Mettingen als Lebensort für Familien von 0-99 zu stärken.

Auch in Mettingen gibt es Mitbürger, die erhöhte Abfallentsorgungskosten zu tragen haben. Dieses betrifft insbesondere Familien mit Windelkindern und Inkontinenzpatienten. Von diesen Familien werden regelmäßig größere Mülltonnen genutzt oder zusätzliche Plastikmüllbeutel erworben. Durch die Einführung einer rabattierten „Windel- und Pflegetonne“ können wir einen Beitrag für ein familienfreundlicheres Mettingen leisten und unterstützen damit die häusliche Pflege; Pflegebedürftige oder pflegende Angehörige werden finanziell entlastet. Außerdem wird der Plastiktütenverbrauch reduziert.

Die CDU-Fraktion stellt den Antrag:
Eltern von Kleinkindern (0-3 Jahre) und Personen mit einer ärztlich attestierten Inkontinenz,
die in Mettingen ihren Wohnsitz haben, wird auf Antrag ein 120- oder 240-LiterAbfallbehälter, zum Preis des jeweils nächst kleineren bereit gestellt, d.h. aktuell

  • Ein 120-Liter-Abfallbehälter für 80 € (Förderung 18 €) und
  • Ein 240-Liter-Behälter für 98 € (Förderung 51 €).

PDF Antrag CDU-Fraktion
CDU-Antrag Einführung einer Windel- und Pflegetonne

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Wohnraum-Studie: Mangel lässt die Preise im Münsterland explodieren

Die CDU Mettingen setzt sich schon lange für die Realisierung von bezahlbaren Wohnraum ein – für alle Altersgruppen, für junge Familien und unsere Senioren. Gut, dass uns die Wissenschaftler jetzt recht geben! Wir bleiben dran …

IVZ  vom 14. Mai. 2019 , von Elmar Ries
Es ist noch gar nicht so lange her, da war das Wort „Landflucht“ in aller Mund und folgender Satz in Stein gemeißelt: „Auf dem Land wird zu viel gebaut und damit heute der Leerstand von morgen produziert.“ Das klang zugegeben knackig und hatte zur Folge, dass in der Regionalplanung mit neuen Baugebieten gegeizt und in den Rathäusern Bauland eher zögerlich ausgewiesen wurde.

Für das Münsterland steht seit Montag fest: Die Annahmen sind falsch, die Konsequenz auch.
Das geht zumindest aus der Studie „Gut Wohnen in Münster – eine Macher-Region mit
enormem Potenzial“ hervor, die das Hannoveraner Pestel-Institut im Auftrag der
„Wohnraumoffensive Münsterland“ – eines Zusammenschlusses der Stadt Münster, der
Kreise, der Wohnbau-Unternehmensgruppe sowie der Sparkassen der Region – in Auftrag
gegeben hat. Danach fehlen nicht nur in Münster, sondern auch in den Landkreisen
Warendorf, Coesfeld, Borken und Steinfurt Wohnraum.
Weil das Münsterland attraktiv ist, wirtschaftlich prosperiert und darum auch bei verhaltener
Erwartung bis 2035 mit rund 7500 Neubürgern pro Jahr rechnen darf, gewinnt das Thema
Wohnen besondere Bedeutung.
Knapp 10 000 Wohnungen müssten pro Jahr in der Region gebaut werden, allein um den
Bedarf zu decken. Damit wäre das angestaute Defizit aber noch lange nicht abgebaut.
Münsterlandweit wurden 2017 nur rund 7600 Wohnungen gebaut, sagte Pestel-Studienleiter
Matthias Günther.
-Mangelware Bauland: Das Einzige, was im Münsterland im Wohnraum-Kontext zurückgeht,
ist das verfügbare Bauland. In vielen Rathäusern stapeln sich Anfragen nach Bauland, die
nicht befriedigt werden können. Wenn Bauland ausgewiesen wird, „werden ihnen die
Grundstücke aus der Hand gerissen“, sagte der Warendorfer Landrat Dr. Olaf Gericke.
Folglich müsse mehr Bauland zur Verfügung gestellt werden, „je weiter man weg von
Münster ist, desto vorsichtiger“. Heinrich-Georg Krumme, Vorstandsvorsitzender der
Sparkasse Westmünsterland, forderte zur Koordinierung der Bedarfe „eine münsterlandweite
Strategie“.
-Bauland-Preise: Wenig überraschend: Am teuersten ist Bauland in Münster. Hier stieg der
Preis je Quadratmeter zwischen 2011 und 2017 im Mittel von 290 auf 450 Euro. Das
entspricht einem Plus von 55,2 Prozent. Der Trend spiegelt sich in der Region. In 38 von 66
untersuchten Kommunen erhöhten sich die Preise im Referenzzeitraum im zweistelligen
Prozentbereich. In Warendorf von 138 auf 210 Euro (52,2 Prozent), in Ochtrup von 85 auf
115 Euro (35,5 Prozent), in Telgte von 173 auf 240 Euro (38,7 Prozent).
-Mieten: Auch die Mieten sind in 57 der 66 Münsterland-Gemeinden zwischen 2011 und
2017 gestiegen. Spitzenreiter ist auch hier Münster mit einem Plus von 17,3 Prozent. Die
Preise pro Quadratmeter (kalt) erhöhten sich in der Großstadt von durchschnittlich 7,84 Euro
im Jahr 2011 auf 9,20 Euro im Jahr 2017. Die höchste prozentuale Preissteigerung traf Mieter
in Beelen (Kreis Warendorf). Dort stieg der durchschnittliche Quadratmeterpreis von 4,55
Euro auf 5,76 Euro (plus 26,6 Prozent). Die preisgünstigsten Wohnungen findet man übrigens
in Ennigerloh (Kreis Warendorf) mit Mieten von 5,45 Euro je Quadratmeter.
-Wirtschaftsregion Münsterland: Das Münsterland ist eine wirtschaftliche Boom-Region. „Die
Unternehmer haben einen hohen Bedarf an Fachkräften von außen“, sagte Jörg Münning,
Vorstandsvorsitzender der LBS West. Darum sei es ein Gebot wirtschaftlicher Vernunft, den
dringend benötigten Fachkräften auch adäquaten Wohnraum anbieten zu können. „Sonst steht zu befürchten“, ergänzte Krumme, der auch IHK-Vizepräsident ist, „dass perspektivisch die wirtschaftliche Entwicklung der Region nachhaltig beeinträchtigt wird“.

Die Ergebnisse für die Münsterlandkreise und jede Gemeinde finden sich unter lbspresse.nrw/wohnungsbedarf-muensterland/Kreise und lbs-presse.nrw/wohnungsbedarfmuensterland/Gemeinden

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