Tagesarchive: 24. Februar 2016

Untersuchung von Gewerbeflächen

Kommentar zum IVZ-Bericht vom 21.03.2016:

Der Antrag der CDU-Fraktion vom 16.12.2015 bringt nun hoffentlich die erforderliche Dynamik in die Gewerbeflächenvermarktung.
Die von der Bürgermeisterin in Aussicht gestellte, professionelle Standortanalyse, mit Nutzungs- und Vermarktungsempfehlungen – das entspricht der CDU-Forderung.
50.000 € für ein allgemeines Gemeindeentwicklungskonzept auszugeben – das halten wir nicht für zielführend und lehnen es weiter ab.
Konkrete Projekte umsetzen; wie das Standortprofil für eine bessere Vermarktung unserer Gewerbeflächen – das unterstützen wir ausdrücklich!

 

IVZ Bericht vom 21.03.2016

Gewerbeflächen unter der Lupe

Studierende der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster wollen die Gewerbeflächen der Gemeinde Mettingen unter die Lupe nehmen. Das teilte Bürgermeisterin Christina Rählmann am Ende der jüngsten Ratssitzung mit.

IVZ-Grafik20160321

Die Studierenden sollen nach Darstellung des Instituts für Geographie die vorhandenen Gewerbeflächen der Gemeinde analysieren und dabei den Preis, die Größe, die Lage sowie die Verfügbarkeit der Grundstücke erfassen. Zudem geht es darum, das Angebot der Kommune mit anderen Städten und Gemeinden des Kreises Steinfurt zu vergleichen. Damit soll allerdings kein Standortwettbewerb im Kreis entfacht werden, heißt es weiter.

Vielmehr ist geplant, eine Standortanalyse für die Gemeinde zu erstellen. Denn aufbauend auf den Ergebnissen wollen die Studierenden eine Nutzungs- und Vermarktungsempfehlung für die Gemeinde Mettingen geben.

Das Projektseminar ist im Sommersemester 2016. Der Titel lautet „Wirtschaftsstandortentwicklung im ländlichen Raum“. Teilnehmen werden sieben Studierende aus dem Master-Studiengang Geographie und sechs Studierende aus dem Master-Studiengang Humangeografie.

Was die Ansiedlung von neuen Betrieben betrifft, ist die Tüöttengemeinde in jüngster Zeit recht erfolgreich: In Kürze kommt die Klose GmbH Train Stop Systems aus Ibbenbüren in das Gewerbegebiet an der Brookstraße. Das Unternehmen, das unter anderem die Deutsche Bahn beliefert, hat dort eine rund 6000 Quadratmeter große Fläche gekauft. Für ein weiteres 5000 Quadratmeter großes Areal an der Brookstraße hat die Verwaltung während der jüngsten Ratssitzung die baulichen Voraussetzungen für eine Erschließung geschaffen. Dafür mussten zwei Flächen zusammengefasst werden, um ein größeres, zusammenhängendes Gebiet zur Verfügung stellen zu können. Die Fläche ist noch nicht verkauft. Dafür gibt es aber einen Interessenten, sagt Bauamtsleiter Michael Krause-Hettlage.

Darüber hinaus kann die Kommune auf weitere Gewerbetreibende, die sich in Mettingen niederlassen wollen, schnell reagieren. Insgesamt 2,7 Hektar sind erschlossen und stehen sofort bereit (siehe Grafik). Weitere 8,7 Hektar auf der anderen Seite der Brookstraße (Diekhecke) sind sogenanntes Gewerbeerwartungsland und können kurzfristig erschlossen werden. „Dafür müsste nur der Bebauungsplan geändert werden“, sagt Krause-Hettlage. Oberhalb davon ist eine 6,5 Hektar große Gewerbefläche (Strootbreede) verzeichnet. Die wurde der Gemeinde bei der Erstellung des neuen Regionalplanes als gewerblich nutzbares Areal zugeschrieben. Dafür müsste aber zunächst der Flächennutzungsplan geändert werden. Das bedeutet, dass diese Fläche nicht sofort zur Verfügung steht.

Zufrieden ist Krause-Hettlage mit der Situation an der Hügelstraße. Dort sind inzwischen alle Grundstücke verkauft. Allerdings gibt es dort mit dem ehemaligen Spielwaren-Outlet einen genauso markanten Leerstand wie das ehemalige Bosse-Gelände an der Westerkappelner Straße.

Die Studierenden der Uni Münster haben daher ausreichend Gelegenheit, in Mettingen Strategien zur Vermarktung von Gewerbeflächen zu entwickeln.

Autor:
IVZ, Oliver Langemeyer

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